Wo ich wohne – Ein Film für Ilse Aichinger
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Wo ich wohne – Ein Film für Ilse Aichinger

WO ICH WOHNE – EIN FILM FÜR ILSE AICHINGER

Im Verleih von Film Kino Text.

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Kinostart: 04.12.2014
Österreich 2013
81 min

Regie: Christine Nagel

Das Stille, Beobachtende und Absurde macht das Geheimnis von Ilse Aichingers Poesie aus, das die Filmbilder von WO ICH WOHNE bewahren. Figuren aus Erzählungen werden lebendig in einem Haus, dessen Stockwerke nach unten sinken. Auch die von Ilse Aichinger gedrehten, nie gezeigten Super-8-Filme halten das Erstaunen darüber wach, dass wir uns vorfinden, und wie wir uns vorfinden. Der Film verführt auf sinnliche Weise, sich auf das Werk von Ilse Aichinger einzulassen, welches in seiner Einzigartigkeit für das 20. Jahrhundert steht und zugleich in seiner existentiellen Dimension zeitlos ist. In einer Kurzgeschichte der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger sieht sich die Ich-Erzählerin mit der allmählichen Verlagerung ihrer Wohnung vom vierten Stock in den Keller konfrontiert. Es handelt sich um eine Parabel über Fatalismus, Isolation und Teilnahmslosigkeit.

Christine Nagels Film WO ICH WOHNE basiert auf Aichingers gleichnamiger Erzählung. In schwarz-weißen fiktiven Spielszenen durchlebt eine junge Frau das Befremden der Figur aus dem Buch.

Hinzu kommen Impressionen vom heutigen Wien in Farbe, unveröffentlichte Super-8-Aufnahmen, die Aichinger in den 60er/70er-Jahren selbst filmte, sowie Auszüge aus dem Briefwechsel mit ihrer Zwillingsschwester, die 1939 nach London flüchten konnte, während Aichinger mit ihrer jüdischen Mutter zurück blieb.

Eine vielschichtige Collage, die die Beweggründe ihres Schreibens und die existenzielle Dimension von Aichingers Werk deutlich macht.

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